1956 - 1963

Wieder Spielbetrieb

Der im Januar 1956 neu gewählte 1. Vorsitzende Eugen Grimm verfolgte als erstes Ziel die Wiederaufnahme des Spielbetriebes.

Dies konnte ab der Spielrunde 1958/59 verwirklicht werden und somit ein zweiter Anlauf einer FSV-Mannschaft in die Punkterunde gestartet werden.

Zu dieser Zeit wurde noch auf einer Wiese mit 2 Holztoren aus vierkantigen Balken gespielt.

Der zwischen Eichhof und Sonthof gelegene „alte Sportplatz bei der Linde“ hatte ein ganz seltenes Merkmal:

Quer über das Spielfeld verlief ein Feldweg. So musste während der Heuernte nicht selten ein Spiel unterbrochen werden, bis Bauer, Vieh und Heuwagen die sportliche Stätte wieder verlassen hatten. Auch der Heimvorteil war gegen technisch versierte Mannschaften nicht zu unterschätzen. Mancher Gegenspieler, der zwecks Spielübersicht den Kopf oben ließ, kam auf dem Feldweg gefährlich ins straucheln.

Einen weiteren großen Vorteil hatte der Platz: aufgrund der Höhenlage war die Entwässerung selbst bei extremem Platschregen nie ein Problem, das Wasser lief – wie auch heute noch – einfach bergab.

 

Da dieser Platz über kein Flutlicht verfügte, improvisierten die Spieler um ihren Trainer Karl Weinmann. Auf der Fläche des jetzigen Baugebietes „Luttenwiesen“ wurden einfach zwei Gerüststangen mit 200W-Baustrahlern aufgestellt. Auf dieser Wiese wurde dann die notwendige Fitness und Technik erarbeitet.

Auch die Umkleide- und Duschmöglichkeiten waren damals deutlich weniger komfortabel, als das heute für selbstverständlich erachtet wird.

Der Saal des Gasthauses Ochsen wurde von den Spielern als Umkleideraum benutzt. Nach dem Spiel stand hinter der Gaststätte ein mit Wasser gefüllter Blechzuber zum Waschen bereit. Nicht selten konnte eine kleine Eisschicht den Reinlichkeitsgedanken völlig verdrängen.

Bei diesen Bedingungen kann das 2. große Ziel der damaligen Spieler und Verantwortlichen leicht nachvollzogen werden. Gemeinsam setzte man sich für den Bau eines neuen Sportplatzes ein.

Am 1. April 1959 genehmigte der Gemeinderat, der damals noch selbstständigen Gemeinde Zepfenhan den Bau des heutigen Sportplatzes auf dem Gebiet „Lehrenwasen“.

Wie man heute sieht war’s kein Aprilscherz!!

1963 Sportplatzbau und Einweihung

In 4-jähriger Bauzeit, haben viele Helfer – meistens ohne Bitten oder Einladung – mit viel Freude und Einsatz das Vorhaben tatkräftig unterstützt.

Neben vielem Anderen wurden Bäume gefällt, Boden aufgefüllt, Drainagen gegraben und schließlich eingesät. Mit großer Freude über das gemeinsam Geleistete konnte der neue Platz dann am 21. Juli 1963 mit einem Pokalturnier eingeweiht werden.

Einige hartgesottene Spieler bekamen nach den umfangreichen Arbeiten einen

Bärenhunger. So veranstalteten diese Burschen unmittelbar nach der Einweihung auch sofort den „Abbau“ des alten Platzes, indem sie mit den Holztoren ein Lagerfeuer anzündeten um Würstchen zu grillen.

(Waren wohl doch keine Engel, wie sie heute so gerne behaupten!)

von links: Eugen Grimm, Wolfgang Grimm, Jakob Laudenbach, Thomas Storz, Ewald Pfriender

Festumzug Sportplatzeinweihung 1963

Fahrer vorne: Siegfried Ulmschneider (Siegerle)
Tauziehen der Schule mit Oberlehrer Ketterer als Schiri Rechts im Bild: Luitgart Grimm, Rosemarie Grimm, Gerlinde Mager
Melita und Franz Rebstock mit Papa Josef